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Amtseinführung der Schulleiterin Diana Amann

Erstellt von Jochen Jehle | |   Gymnasium

Hier finden Sie die Rede von Frau Amann zur Amtseinführung, Bilder und Links zu weiteren Berichten.

Rede von Frau Ammann am 12.9.17

Sehr geehrter Herr Wölfle,

sehr geehrter Herr Reichenmiller,

sehr geehrter Herr Riedmann,

verehrte Gäste,

ich freue mich. Ich freue mich, heute hier zu stehen, um am Bildungszentrum Markdorf die Leitung des Gymnasiums zu übernehmen, einer Schule, die mich selbst geprägt hat, eine Schule, die in meiner Heimat liegt, dort wo ich Wurzeln geschlagen habe, genau dort, wo ich sämtliche Winkel und Ecken als Schülerin kennengelernt habe. Eine lange Reise scheint ihren End- und Höhepunkt erreicht zu haben.

Ich möchte mich an dieser Stelle für die Unterstützung bei allen Beteiligten bedanken – besonders auch bei Herrn Siebert, der mir die Schule in stundenlangen Gesprächen mit viel Geduld und Professionalität nähergebracht hat und den Eindruck vermittelte, dass diese in den vergangenen Jahren in sehr guten und erfahrenen Händen lag und ich bedauere sehr, dass Herr Siebert heute nicht hier sein kann.

Bildung – die wichtigste Ressource unseres Landes, vielleicht die einzige.

Bildung – die wichtigste Investition in die Zukunft unserer Kinder.

Das Bildungszentrum Markdorf. Ein Zentrum der Bildung – mit der Herausforderung, Kindern unterschiedlicher Lebenswirklichkeiten das gesamte Spektrum an Möglichkeiten in einer immer urbaner und komplexer werdenden Welt zu eröffnen.

Das Gymnasium selbst als gesellschaftliches Modell, das nach 9 Jahren zum Abitur führt und damit den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Ein Modell, das mittlerweile in vielen Bundesländern bereits zum Standard geworden ist, beliebt und attraktiv. Lassen Sie uns fortführen, was auch Elternwille ist und was zum Besten für Schülerinnen und Schüler ist, weil mehr Zeit haben bedeutet, Muße zu haben, weil mehr Zeit Raum für Vertiefung und Konzentration bietet. Wir setzen damit einen Kontrapunkt zur schnellen Weg- und Durchklick-Welt des Internets und arbeiten zukunftsträchtig, erfolgreich und nachhaltig.

Und wichtig dabei: wir reformieren nicht um der Reform willen, sondern an den Schülerinnen und Schülern orientiert und am Ergebnis gemessen.

Ein Gymnasium setzt das Engagement aller an dieser Institution Beteiligten voraus. Dazu gehören die Schülerinnen und Schüler, die neugierig und leistungswillig in einer geborgenen Atmosphäre heranwachsen sollen. Dazu gehören aber auch die Lehrerinnen und Lehrer, die Wissen vermitteln und gesellschaftliche Ideale leben – ja, vorleben sollen, die unseren Schülern das Rüstzeug zum erfolgreichen Behaupten in der Welt an die Hand geben sollen.

Die Akzeptanz und der Respekt vor der Person des Lehrenden – nicht nur in der Schule, sondern auch in der Gesellschaft - ist dabei die Grundvoraussetzung für das Gelingen dieses ehrgeizigen Projekts. Nur so kann der Beruf des Lehrers wieder Berufung sein.

Lassen Sie uns dafür Sorge tragen, dass der Lehrberuf diesen verdienten Respekt erfährt.

Einen wichtigen Beitrag leisten die Eltern, denen der Auftrag zur Erziehung obliegt und die darin von uns Lehrern in enger Kooperation unterstützt werden.

Unsere Sekretärinnen oder Hausmeister sind, obwohl sie oft ganz im Stillen arbeiten, eine unersetzbare Säule der Schulgemeinschaft.

Und ein weiterer Beitrag ist ebenfalls unverzichtbar: der, der Politik und Schulträger, in deren Verantwortung es liegt, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen für eine Zukunft, von der die heutigen Generationen einmal sagen werden, es war eine gute.

Deshalb sollte es nicht nur um reine Wissensvermittlung gehen, sondern auch um Wertevermittlung, die uns stark und selbstbewusst macht und uns Verantwortung tragen lässt.

Schule stellt eine Gemeinschaft dar, Schule ist ein Ort der Auseinandersetzung, und: Schule sollte auch ein Ort des Wohlfühlens sein.

Fange ich mal mit dem Letzteren an.

Wann fühlen wir uns wohl? Da spielen wohl mehrere Faktoren eine Rolle.

Wir fühlen uns wohl, wenn wir, wie Dumbledore, der Schulleiter von Hogwarts es ausgedrückt hat, gesättigt und gewässert sind. Das gute Gefühl geht dann durch den Magen. Und so scheint der erste Punkt zu sein, dass eine Mensa, in der es allen schmeckt – und das Futter vielleicht obendrein sogar gesund ist, nicht unterschätzt werden darf.

Dumbledore, also der Schulleiter von Hogwarts - versammelt seine Schülerinnen und Schüler im Speisesaal und dort spricht er zu ihnen. Keine schlechte Idee – etwas Angenehmes mit etwas Nützlichem zu verbinden, es damit quasi positiv zu verstärken. Ein Versammlungsort, ob nun ehrwürdiger Speisesaal oder vielleicht auch stilvolle Aula scheint die Gemeinschaft zu befördern und das Gesagte wirkt nachhaltig – oder zumindest nachhaltiger.

Wie steht es nun mit Punkt drei?

Fachräume der verschiedenen Naturwissenschaften dienen dem Experimentieren. Spaß am Ausprobieren, Lösungen finden, Knobeln, Hirn und Hand anstrengen, das scheint ein wichtiger Punkt zu sein – wie uns die Robotic-AG beweist.

Auch wenn, wie in Hogwarts, Manches danebensprüht und -funkt und das Reagenzglas nicht immer hervorbringt, was die Formel hat erhoffen lassen. Und so lernen wir: Naturwissenschaften brauchen eine Ausstattung, die die Lust, in ihnen zu arbeiten, fördert und Neugierde weckt.

Sind diese Dinge erstmal auf einem guten Weg, dann klappt‘s auch mit allem andern, das sich fast von alleine einstellt…

Und so ist es mein Bestreben – wie Sie hören, die positive Lernatmosphäre des Bildungszentrums zu erhalten, um mit engagierten Lehrern kreative und motivierte Schüler heranwachsen zu lassen, die im Leben und in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen können und einmal über ihre Schulzeit sagen werden: es war eine gute!

Vielen Dank!

Links

Bericht im Südkurier

Bericht Schwäbische Zeitung

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